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Flamenco

Gesang, Rhythmus und Gitarre



Was ist das - Flamenco?

Welche Bilder kommen einem als erstes in den Sinn? Rassige, schwarzhaarige Spanierinnen, Kastagnetten, lange Kleider mit vielen Volants. Klischee pur? Aber woher kommt der temperamentvolle Tanz tatsächlich? Ursprünglich stammt der Flamenco mit seiner Kombination aus Musik und Tanz aus Andalusien, aber er speist sich aus verschiedenen Quellen. Man findet Einflüsse von Gitanos, den eingewanderten Roma. Deren Musik vermischte sich mit der aus Kastilien, mit jüdischen Traditionen und vor allem mit denen der Mauren, die lange Jahrhunderte im Süden Spaniens die Vorherrschaft innehatten. Mit den Kontakten in die Neue Welt ergaben sich auch Rückkoppelungen in Bezug auf den Flamenco mit neuen Einflüssen aus Übersee.

Und wie tanzt man das?

Die Grundlage des Flamencos bilden Gesang, Rhythmus (Händeklatschen), Gitarrenbegleitung und Tanz. Musik und Tanz beeinflussen sich gegenseitig, antworten sich sozusagen. Die Bewegungen folgen strengen Regeln, erfordern absolute Körperspannung und viel Ausdrucksstärke. Jedes Körperteil ist beteiligt, Oberkörper, Beine, Arme, Hände und Finger. Es ist sogar die Blickrichtung von Bedeutung. Männer und Frauen tanzen oft allein. Während die Bewegungen der Männer eher eckig und energiegeladen sind, ist der Tanzstil der Frauen weicher und runder. Gemeinsam ist beiden die strenge Rhythmik und die Leidenschaft. Der Takt wird mit den Füßen akzentuiert. Es gibt sowohl einstudierte Choreografien als auch Improvisationen. Fortgeschrittene Tänzer und Tänzerinnen entwickeln ihren eigenen Stil. Wie man sieht ist der Flamenco ein Tanz, der viel Übung und Liebe zum Detail erfordert. Auch körperliche Fitness ist nicht verkehrt.

Was brauche ich?

Am wichtigsten sind Liebe zur Musik, eine gewisse Extrovertiertheit, Neugier und Mut, eine andere Kultur und vielleicht andere Seiten an sich selbst kennen zu lernen. Braucht man teure, aufwändige Kleider? Nein, zum Training braucht man nur bequeme Tanz- oder Trainingsbekleidung und festsitzende Schuhe. Später sollte man sich die typischen Flamenco-Schuhe und einen schwingenden Rock zulegen. Diese Schuhe haben Nägel an Spitze und Absatz, um den Rhythmus zu akzentuieren.

Was brauche ich nicht? Eine Bombenfigur, taufrische Jugend oder zwanzig Jahre Tanzerfahrung. Flamenco lernen ist für jede(n) möglich. Jedenfalls, wenn man nicht die Weltkarriere auf der großen Bühne anstrebt. Dazu sollte man doch etwas früher anfangen als mit Mitte 50.

Was man nicht unbedingt braucht ist ein Tanzpartner. Viele Varianten des Flamencos sind Solotänze. Die Ausnahme bildet die sogenannte `Sevillana´, bei der man sich gegenübersteht (Frau/Frau oder Mann/Frau) und die gleichen Schritte und Armbewegungen ausführt. Es ist allerdings immer schöner, mit anderen zu tanzen, oder? Es lohnt sich also nach Gleichgesinnten zu suchen und sich mit ihnen zusammen zu tun.

Das kann etwas schwierig werden, wenn man sich für einen Tanz interessiert, der nicht so weit verbreitet ist wie zum Beispiel der Discofox. Wie also findet man die Gleichgesinnten? Eine perfekte Methode ist es, sich bei lass-tanzen zu registrieren. Auf diese Weise ist es ganz einfach Tanzbegeisterte in der Nähe zu finden. Und das kostenlos! Einen Versuch ist es wert, oder?

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